Geschichte

Frauenchor Tiefthal - die Entwicklung

4. Nov. 1996 Gründung des Tiefthaler Frauenchores.

   Wie geschah es ?

Die Frau des Ortsteilbürgermeisters, Anita Paschke, fragte die eben zugezogene Ramona Weber-Harnisch, ob sie in dem zu gründenden Frauenchor "mitsingen" wolle. Die Instrumenta-listin wollte - nämlich "mitsingen" Frau Paschke nahm Frau Weber-Harnisch zur ersten Probe mit und verkündete den erwartungsvoll sitzenden Damen: "Das ist Ihre künftige Chorleiterin." So etwas nennt man Nötigung !

14. Juni 1997 Die Tiefthaler Liedertafel  hat ihr 140-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass erlebt der Tiefthaler Frauenchor den ersten Auftritt.

20. Nov. 1997 Die Volkssolidarität Erfurt-Land feiert ihr Herbstfest für die umliegenden Gemeinden - der Tiefthaler Frauenchor ist eingeladen. Es ist dies der zweite Auftritt, und es folgen in der Advents- und Weihnachtszeit weitere.

12. April 1998 Mitwirkung zum Ostergottesdienst in der Tiefthaler Kirche Peter und Paul. Dieser Auftritt sollte zu einer künftigen Tradition werden.

13. März 1999 Zum 142. Stiftungsfest der Tiefthaler Liedertafel wird auch der Frauenchor eingeladen und hat sich neben den Herren mit der so langen Tradition zu bewähren.

29. Mai 1999 Anlässlich des alljährlichen Kinderfestes des Micky-Maus-Klubs e.V. wird ebenfalls auch an die Erwachsenen gedacht - und so ist auch der Tiefthaler Frauenchor mit einem Reigen frühlingshafter Melodien gefragt.

30. Mai 1999 Ein seltenes Ereignis: Die Goldene Konfirmation in der Tiefthaler Kirche Peter und Paul . Der Frauenchor singt unter anderem "Im Leben geht alles vorüber" - allerdings ohne Weltschmerz.

5. Juni 1999 Ein besonderes Datum: Die ehrwürdige Traditionsgaststätte Jägerschmaus feiert ihr 250-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass war nicht nur der Frauenchor gefragt, sondern es fand auch die Aufführung eines durch die Weber-Harnischs  gedrehten Dokumentarfilms statt.

19. Juni 1999 Es gibt eine enge Verbundenheit zwischen den Chören der umliegenden Gemeinden, und so ist der Frauenchor Tiefthal anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Männerchores von Schwansee zu Gast.

20. Juni 1999 Zu einem beeindruckenden Erlebnis für den Chor als auch für das zahlreich erschienene Publikum sollte sich ein Benefizkonzert in der Kirche zu Elxleben erweisen, bei welchem die Chorleiterin auch ihr Können als Querflötistin unter Beweis stellen konnte.

12. Feb. 2000 Wiederbegründung einer einstigen Tiefthaler Tradition - der Chorfasching ! Eine für die Teilnehmer ebenso wie für die Faschingsnarren begeisternde Veranstaltung. Seither aus dem Tiefthaler Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.

27. Mai 2000 Noch eine Tradition: Das 10.Tiefthaler Kinderfest des Micky-Maus-Klubs. Der Frauenchor ist mit dabei.

3. Dez. 2000 Erster Advent. Den Auftakt der Adventszeit bildet die Aufführung des Dokumentarfilms Tiefthal - Oase am Rande der Stadt (wiederum durch Weber-Harnischs erstellt) in der überfüllten Tiefthaler Kirche Peter und Paul. Für weihnachtliche Einstimmung sorgt der Frauenchor.

9. Juni 2001 Die Jubiläen reissen nicht ab: Der Männerchor "Harmonie" Großrudestedt feiert den 150. Jahrestag seines Bestehens. Unter den 13 eingeladenen Chören ist auch der Tiefthaler Frauenchor vertreten. Erstmals erklingt die von Rolf Weber-Harnisch nach einem Text von Antonius Streichardt verfasste Tiefthal-Hymne.

16. Juni 2001 In der Zeit des Bestehens der DDR vergessene Traditionen werden wieder belebt: Das 75-jährige Bestehen des Vereins "Tiefthaler Schützen" wird würdig mit Salut, Feuer und Rauch begangen. Auch hier wird durch den Frauenchor zur Freude aller wieder augenzwinkernd bekräftigt: Tiefthal, mein Tiefthal - wie bist du so schön..."

24. Sept. 2001 Auch zu privaten Festivitäten ist der Tiefthaler Frauenchor gefragt. Stellvertretend für die unzähligen diesbezüglichen Aktivitäten des Frauenchores sei die Silberhochzeit des Ehepaares Fritsch genannt.

28. Dez. 2001 Ein trauriges Ereignis: Anita Paschke - Gründungs-mitglied des Tiefthaler Frauenchores - ist tot. Man wird ihr stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

9. Febr. 2002 In winterlicher Kälte sind Teilnehmer des Frauenchores in mittelalterlichem Gewand zu einer Fernsehaufzeichnung des MDR gebeten worden, und sie entledigen sich dieser spannenden Aufgabe mit Bravour. ZWEIT Choristinnen haben bei dieser Aufnahme unter mysteriösen Umständen das Zeitliche zu segnen...

4. Nov. 2002 An diesem Tag wird der Frauenchor 5 Jahre alt. Wenn dies im Vergleich zu den bald eineinhalb Jahrhunderten der Tiefthaler Liedertafel auch nur eine recht kurze Zeit ist, so wird aus diesem Anlass dennoch tüchtig gefeiert - sinnigerweise in der Freyburger Sektkellerei, dem Hersteller der Traditionsmarke Rotkäppchen.

  • An dieser Stelle wollen wir unserer Chorleiterin ein wenig Platz einräumen für ihre Liebeserklärung an Tiefthal und ihren Frauenchor:

5 Jahre Frauenchor Tiefthal

 

Als Puffbohnen einstmals in Erfurt geboren -

dort gingen uns unsere Herzen verloren;

und Erfurt bot jahrelang uns Domizil:

in unserer Straße passierte nicht viel.

Drum liebten wir unser Zuhause gar sehr,

             denn damals, da war unsre Straße noch leer.

Doch dann kam die Wende - es wuchs der Verkehr,

es wurden der Fahrzeuge ständig noch mehr.

Die Ruhe war hin und es wurde nun laut,

von dieser Entwicklung war´n wir nicht erbaut.

Tagtäglich umgab uns nur Abgasgestank,

und dieser Gestank machte langsam uns krank.

 

So suchten wir ernsthaft und fanden gar bald

ein Dörfchen - gelegen am Fahner´schen Wald.

Kaum hatten den lieblichen Ort wir gesehn -

schon riefen wir: "Tiefthal, wie bist du so schön".

 

   Weshalb ich jedoch hier mein Herz ganz verlor -

das liegt auch begründet in unserem Chor.

Fünf Jahre ist´s her, da ihr mir kurzerhand

symbolisch den Taktstock gedrückt in die Hand;

so ganz nach dem Motto: "Nun mache was draus,

       wir sind scharf auf´s Singen und auch auf Applaus!"

Am Anfang war´s schwer mit den richtigen Tönen,

und manchmal - im Traume - da hört´ ich euch stöhnen

und jammern, dass mir sich das Herze verkrampft,

dieweil von den Stirnen der Schweiß euch entdampft.

Der Alptraum geht weiter mit bitteren Klagen,

gefolgt von Protest, dass in älteren Tagen

gar Texte ihr lernen sollt - wie in der "Penne"

(als ob diesen Umstand ich selber nicht kenne...).

       Ich hörte euch schimpfen, ich hört´ euch krakeelen

und schreien, ich würde die Zeit euch nur stehlen

mit Lernen von Texten und Lernen von Noten!!

Mit Nachdruck vergeblich wird Ruhe geboten!!

Ihr brüllt durcheinander wie Taliban-Krieger!!

Ich bin am Verzweifeln, denn ihr seid die Sieger!

Ich läute die Glocke - sie schrillt durch den Raum -

dann wache ich auf: Es war nur ein Traum.

Und vor mir da seh ich nur liebwerte Damen,

                 die alle zum Chorjubiläum heut kamen.

 

Sie alle sind eifrig, sie machen auf Power!.

Ich hoffe, der Zustand - er ist auch von Dauer.

Und Texte, die lernen sich gut auf dem Klo -

und alternativ auch noch anderswo.

Denn frohe Gesichter der singenden Sänger

verbergen wir hinter den Noten nicht länger.

Und wer uns auch hört, der soll es auch sehen,

dass wir hinter dem, was wir singen, auch stehen.

Drum stoße ich an jetzt mit grossem Vertrauen

auf unsre Musik und die Tiefthaler Frauen!

                           P r o s t !!!!!!!

Im Mai 2002 Wieder zwei Jubiläen:

· Die Tiefthaler Liedertafel wird 145 Jahre alt, und der eingeladene Frauenchor singt zur Freude der Tiefthaler und ihrer Gäste erstmals das Tiefthal-Medley, getextet vom fleissigen Ehemann der Chorleiterin nach Melodien aus Benatzkys "Weißem Rössl".

· Der Walschlebener Frauenchor wird 10 Jahre alt, und der Tiefthaler Frauenchor gratuliert.

Die Historie wird - so hoffen wir - fortgesetzt.